Von admin, am 31.12.19

Selbstverpflichtungen, Pläne, Ziele und Leben – Rückblick 2019

Am 11.02.2019 habe ich hier den letzten Post geschrieben – ich hatte eine Woche „Doktorarbeits-Urlaub“ und das hehre Ziel, danach abzugeben. Eine Kernaussage war „auch wenn ich inzwischen merke, dass die Energien für „nebenbei“ Doktorarbeit schreiben langsam zu Ende gehen, habe ich immer noch den Anspruch, dass sie richtig gut werden soll. Es ist viel zu viel Herzblut und Energie in dieses über Jahre entstandene und sich kontinuierlich weiterentwickelnde Projekt geflossen, als ich dass ich es hätte übers Knie brechen wollen, „nur“ um fertig zu werden

Die Woche Urlaub hatte nicht gereicht, diesem Anspruch gerecht zu werden und nachdem im April dann beruflich aus der „Stabsstelle“ eine neue Abteilung wurde, zwei Mitarbeiter dazu kamen, ein Partner/Dienstleister für unsere neue Lernplattform gefunden war und diese „mit Leben“ befüllt werden musste, lag die Priorität dann erstmal ganz klar auf den beruflichen Herausforderungen. Und ganz ehrlich ging mir auch langsam die Kraft aus, nach 8-10 Stunden spannender und herausfordernder Arbeit das Knöpfchen „umschalten Doktorarbeit“ zu drücken. Auch die Wochenenden brauchte ich zunehmend zum Regenerieren und hatte den Eindruck, dass ein „Zwingen“ keine Ergebnisse produziert, mit den ich zufrieden wäre. Dazu kam, dass das „Betreuungs-Verhältnis“ nachdem ich durch meinen Job keine Zeit mehr hatte, weitere Zuarbeiten für die Uni zu leisten, ziemlich gelitten hat und ich Zeit für Rechtfertigungen dafür brauchte, die ich sinnvoller lieber für den Abschluss meiner Arbeit genutzt hätte – aber darüber zu sinnieren macht keinen Sinn – es wird auch so gehen!

Die Unterstützung die mir an der Uni fehlte, habe ich aber beruflich erhalten und ich konnte dann im Juli nochmal eine komplette Woche auf Überstundenbasis frei nehmen um die Arbeit zu beenden. Dafür bin ich an „mein Meer“ gefahren und habe dort die Arbeit für mich zu Ende gebracht und den Stand dann Ende Juli mit der Bitte um „Abgabe-Erlaubnis“ (was erforderlich ist, um die Arbeit einreichen zu dürfen) nach Marburg geschickt.

Im August habe ich zum ersten Mal seit über 12 Jahren einen Urlaub verbracht, bei dem mir nicht der Druck „eigentlich solltest du aber schreiben“ im Nacken saß und es hat sich toll angefühlt!

Bis Ende September habe ich dann alle notwendigen Formalia bezüglich Unterschriften erledigt (Genehmigung der Verlage meiner 8 Publikationen zur Einbindung in die Doktorarbeit, Unterschriften aller Co-Autoren, Bestätigung der Peer-Review-Verfahren, Unterschrift des Zweitgutachters, dass ich Einreichen darf). Von meiner Doktormutter fehlt die Unterschrift noch und beruflich waren die letzten 3 Monate extrem anstrengend, so dass ich keine Nerven und Motivation hat, mir zusätzlichen Stress und Ärger in dieser Zeit aufzubürden.

Jetzt hatte ich durch Urlaub und leider auch gesundheitliche Probleme, die der „Gesamtsituation“ geschuldet waren, ein wenig Zeit „herunter zu kommen“, mich neu zu sortieren, zu motivieren und wieder Kräfte zu schöpfen.

Ich werde diese Woche, als Start ins Neue Jahr, noch einen Artikel, den „Stein des Anstoßes“ an dem ich nicht mehr weiter mitschreiben konnte, weil es sich 1. zeitlich nicht mehr realisieren ließ und 2. für die Arbeit auch nicht notwendig war (ich hatte bereits 8 Veröffentlichungen, 4 hätten schon genügt) in ein Kapitel einbinden, die Arbeit formatieren, zu meiner Doktormutter schicken und ich hoffe sehr, dass ich dann im Januar endlich drucken lassen und einreichen darf und  damit dieses spannende, herausfordernde, extrem befriedigende aber zuletzt auch extrem belastende Kapitel meiner Vita erfolgreich abgeschlossen wird.

Ich freue mich auf 2020, auf den Abschluss der Doktorarbeit, auf meine beruflichen Herausforderungen und auf ein Privatleben, dass dann auch endlich mal „privat“ sein darf; ohne Druck, ohne schlechtes Gewissen, ohne „Altlasten“.

In diesem Sinne wünschen ich Allen einen guten Rutsch, ein erkenntnisreiches, glücksreiches und schönen Erlebnissen prall gefülltes Neues Jahr 2020: Irgendwo ist immer ein Regenbogen und Licht am Horizont!

 

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